Berlin Mallorca

Berlin Calling – Goodbye Mallorca

Die Mallorca-Nummer hier findet bald ein Ende. Warum? Das will ich euch gerne erklären. Holt euch aber vorher was zu trinken, geht noch mal aufs Klo und haltet Taschentücher* bereit.

Im März 2013 bin ich nach Mallorca umgezogen. Ja umgezogen, nicht ausgewandert. Die Wohnung in Berlin haben wir behalten, wir haben keine Möbel mitgenommen und überhaupt ist „Auswandern“ in der EU eher wie umziehen. Man geht zur Polizei, meldet sich an und das war’s auch schon.

Es gab dafür damals zwei Gründe:

  1. Meine Mutter lebte zu der Zeit auf Mallorca, hat sich aber kurz nach meinem Umzug wieder nach Deutschland verpisst
  2. Ich habe hier einen Job angeboten bekommen (mit dem es aber auch nicht so lief wie geplant, nein dazu werde ich nichts weiter sagen / schreiben)

Punkt 2 war letzten Endes der ausschlaggebende Punkt zu sagen „Schatz, pack die Katzen ein, wir hauen hier ab“. Ich verdiene auch ohne besagten Job genug, um bequem auf Mallorca leben zu können, wäre aber irgendwann gezwungen gewesen, die Berliner Wohnung aufzugeben.

Die Entscheidung gegen Mallorca fiel dann letzten Endes gar nicht so schwer. Hier die Entscheidungsgrundlage, nach Wichtigkeit sortiert.

Berlin.

zu Hause
Meine Hood

Ich glaube, ich habe generell ein schlechtes Timing für das Auswandern gewählt. Ich konnte jahrelang, nach dem meine Mutter mich aus dem Dorfleben gerissen und mich nach Berlin verschleppt hat, mit der Stadt nichts anfangen. Ich wollte einfach nur weg. Ein Gedanke, der sich über Jahre manifestiert hat und damit wohl auch mit Auslöser war, das ich nicht gezögert habe, als sich mir die Mallorca-Chance bot.

Berlin Calling

Allerdings habe ich 2011 ein paar neue Leute kennengelernt, die Berlin mit anderen Augen gesehen haben und mich an dieser Sichtweise haben teilhaben lassen. Nach jahrelangem Widerstand habe ich endlich gelernt die Schönheit im Chaos zu erkennen. Ich lernte Multi-Kulti, Street-Food, Berliner Parks, den Berliner an sich, und vieles mehr zu schätzen.

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Erst nachdem ich weggezogen bin, habe ich dann erkannt, wie sehr mir das alles ans Herz gewachsen ist. Bei jedem Flug von Berlin zurück nach Palma (und davon gab es einige) wurde ich melancholischer. Da halfen auch keine Sangrias unter Palmen drüber weg.

Zu den Zierden Deutschlands gehören seine Städte. Unter ihnen ist Berlin weder die älteste noch die schönste. Unerreicht aber ist seine Lebendigkeit. – Richard von Weizsäcker

Drohende Fernbeziehung

Bine ist jetzt bald mit ihrem Studium durch, schreibt gerade an ihrer Master-Arbeit und wird dann ihr Referendariat antreten. Wir waren in den letzten 2 Jahren gezwungen, 2x 30 Tage getrennt voneinander zu verbringen (Umzug, Krankheit). Da haben wir gemerkt: Fernbeziehung ist nichts für uns. Die Katzen halten auch nichts davon, Bebbie ist auf mich und Barnabas auf Bine fixiert. Man merkt ihnen nach ein paar Tagen regelrecht an, dass ihnen was fehlt, wenn wir nicht beide da sind.

Probleme Anschluss zu finden – Freunde vermisst

Ein weiteres Problem, das ich völlig unterschätzt habe: Ich/wir habe hier ganz einfach keine richtigen Freunde gefunden. Wir haben zwar einige Leute kennengelernt, viele von denen sind auch sehr nett und man hat sich auf ein Schwätzchen zum Kaffee getroffen etc., aber eben niemanden, mit dem man mal ein tiefgründiges Gespräch oder einen ordentlichen Geek-Talk halten könnte. Ich dachte einfach, das läuft wie in Berlin. Man schaut sich ein wenig auf Twitter um, findet Gleichgesinnte und trifft sich einfach so auf eine Mate ein Bier.

steht so rum - Foto von Steve Rückwardt

Tjoa nix da. Außer ein paar Selfie-Junkie-Teenagern twittert hier einfach so gut wie niemand.

Falls ihr euch jetzt denkt: „Ja mei, warum geht er dann nicht einfach in eine Bar und quatscht Leute an?“ – Nun zum einen reicht mein Spanisch nach wie vor nicht für eine flüssige, vernünftige Konversation aus (es reicht um durch den Alltag zu kommen) und zum anderen bin ich Offline-Introvertiert. Ja genau, einer von denen, die eine große Klappe im Netz haben, aber sich Offline unter Fremden unwohl fühlen und sich schwer damit tun, ein Gespräch zu starten.

Da könnt ihr euch ja nun sicher auch vorstellen, wie sehr ich dann meine Freunde und die Sicherheit, die diese mit sich bringen, vermisse.

Alles gesehen: Inselkoller

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Wir haben hier so gut wie jedes Wochenende 1-2 Tages-Ausflüge gemacht und systematisch die Insel erkundet. Damit sind wir nun durch. Nach dem dritten Mal Valdemossa und dem zweiten Mal Sa Calobra verlieren diese Orte irgendwie an Magie. Außerdem sind die wirklich nicen Sachen IMMER mit Touristen überlaufen. Geheimtipps my Ass, steht doch eh alles im Internet 😛 – Und wenn die Touristen dann endlich weg sind, dann ist eben alles in Sachen Strand und Freizeit zu und tot. Ihr glaubt gar nicht, wie krass die Strände hier im Winter versiffen. Unschön. Garstige Natur.

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Versteht mich nicht falsch, Mallorca ist wirklich ein traumhaft schönes Fleckchen Erde und hat eine Menge zu bieten. Aber man kann sich eben auch sattsehen und das ist mir nun eben passiert.

Nicht gut für’s Business

2012 konnte ich mich vor Einladungen zu Blogger-Events und kleineren ‚Social Media Consulting‘-Jobs kaum retten. Mit unter drei Stunden Flugzeit ist man schneller als mit der Bahn zu einem Meeting in Deutschland, dachte ich mir. Kaum war ich aber in Mallorca angekommen, war mit den Einladungen so gut wie Schluss. So viel zur Globalisierung 😛

TOURISTEN

Touristen m Meer

Versteht mich nicht falsch. Ich gönne jedem seinen Urlaub. Aber hier auf Mallorca haben uns die Touristen mehr als einmal zur Weißglut gebracht. Kaum gelandet, vergessen viele wie man sich benimmt (nein, ich meine jetzt nicht nur die Ballermann-Touris), ALLE Verkehrsregeln werden vergessen und scheinbar der gesunde Menschenverstand abgeschaltet. Ständig sterben hier Menschen, die zu Fuß die Autobahn überqueren, in Hotelpools springen, oder trotz roter Flaggen im Meer schwimmen gehen usw…

Die unglaubliche Masse von etwas über 11 Millionen Touristen waren 2013 hier auf der Insel, auf der knapp 870.000 Menschen wohnen. Das sind auf jeden Inselbewohner 11 zahlungsbereite Touristen! Von diesem Kuchen will natürlich jeder was abhaben und Touristen so gut es eben nur geht melken. Das hat dann halt auch zur Folge, dass man als Bewohner einer Urlaubsregion öfter mal Touristen-Preise zahlen muss. Nach dieser Erfahrung werde ich jeden, aber auch wirklich JEDEN Berliner auslachen, der über Touristen schimpft.

Schluss Mimimi

Gutes Essen hier auf der Insel ist auch so eine Sache. Klar, es gibt einige wirklich urige, spanische Lokale, aber man kann eben auch nur so viel Tapas und so viel Paella essen. Dann gibt es da noch viele High-End-Restaurants, die dann aber auch entsprechend zur Kasse bitten. Es gibt hier keine guten Burger, kein gescheites türkisches oder indisches Essen usw. Da bin ich einfach mittlerweile viel zu verwöhnt von Berlin, wo es fantastisches Essen für einen schmalen Taler gibt.

Es gibt keine Mate auf Mallorca.

Und zu guter Letzt: Für Early Adopter ist die Insel hier die Hölle. Nichts aber auch gar nichts ist hier zum Verkaufsstart verfügbar. Ich musste so gut wie alle Technik immer aus Deutschland schicken / einfliegen lassen. Das kostet und dauert. 1 Woche (EINE VERDAMMTE WOCHE!) musste ich auf mein iPhone 6 Plus warten. Geht gar nicht ey. ( ! 😉 ! )

Tja. So ist das.

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Schluss mit #DailyMeer. Dafür wieder öfter eine Liebeserklärung an den Fernsehturm 😉

Trotz des ganzen Gejammers da oben haben wir die Zeit hier auf Mallorca größtenteils sehr genossen. Wir haben wahnsinnig viel Schönes gesehen, viel Natur genossen und sind der Natur auch sicher ein bisschen näher gekommen.

Werden wir noch mal herkommen? Wahrscheinlich nicht, nein. Wir haben ja wie gesagt alles gesehen und es gibt noch so viel mehr auf der Welt zu sehen als Mallorca. Aber wer weiß, vielleicht zieht es mich ja noch mal mit 60+ nach „Malle“. Man soll ja niemals nie sagen.

Und nu?

Pepe

Wir sind aktuell schon dabei, Zeug das wir doppelt besitzen, zu verticken. Der Rest wird eingepackt und per Spedition zurück nach Berlin befördert. Pepe kommt natürlich auch mit. Wisst ihr was das bedeutet? ROADTRIP! Wir fahren im November von Palma nach Berlin und machen unterwegs das spanische Festland und Frankreich unsicher \o/ – Dazu wird es dann aber noch mal einen bis zwanzig extra Blogposts geben 😉 Den Abschluss machen dann Bebbie und Barnabas, die wir zum Schluss mit dem Flugzeug zurück nach Berlin bringen.

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*Für den Fall, dass die Nase läuft, oder etwas vom Trinken verschüttet wird.

tl;dr: Keinen Bock mehr auf Meer, Touristen, Fliegerei und Insel. Fuck Yeah Berlin.

93 Kommentare

  1. Ich glaube ja, dass ihr trotzdem zurückkehren werdet nach ein paar Jahren. Für den Urlaub, nicht dauerhaft. Man kann dann durchaus wieder etwas nostalgisch zurückschauen und sehen, ob und was sich verändert hat. Kann mir gut vorstellen, dass es euch reizt!

    Aber ansonsten: Welcome back to Berlin! 🙂

  2. Ihr konntet ausprobieren, wovon viele träumen. Ein bisschen schade, dass auf alles irgendwie Ernüchterung folgen muss…

    Ich wünsche euch auch wieder alles Gute in Berlin und ich freue mich schon auf bald #dailyfernsehturm genauso wie bis jetzt auf #dailymeer 🙂

    LG Verena / Gehirnkaese

      1. Tolle Story allemal. (8)
        Erinnert mich an die Zeit als ein Kumpel & Muck in ´nem ollen Hymer auf ´nem noch olleren Ford wochenlang durch Fr. gekrochen sind…
        Ankommen war dabei nicht wirklich das Ziel.
        L(ustig`ş)~G(udes)
        & ´nen feinen Weg wünscht
        Dir der Muck.

      2. Na dann: Willkommen Zuhause.

        „Offline introvertiert“ rofl – jupp, stimmt aber nur bedingt. Über die Jahre hast Du da schon Fortschritte gemacht. Vielleicht schaff‘ ich es ja endlich mal zu ’nem Blog’n’Burger. Wird Zeit, Dir mal wieder ein wenig Zeit zu stehlen 😉

        Fahrt vorsichtig und Gruß an Bine.
        Jan

  3. Schön, schön. Den Begriff offline – introvertiert merke ich mir mal… und klasse, dass ihr Pepe mitbringt, Autos haben schließlich auch ein Herz (ja!) und die Liebe zum Fernsehturm teilen wir scheinbar ja auch.
    Welcome back!

  4. Willkommen zurück!

    Bei so einer Umgebung wäre ich nicht mehr zurückgeflogen – nicht mal für einen Besuch! 😉 Nein, ich kann es absolut nachvollziehen und wünsche dir für die letzten Schritte viel Erfolg!

  5. Ich kann zwar die Liebe zu Berlin nicht wirklich nachvollziehen aber ich wuensche dir einen reibungslosen Umzug zurueck nach Berlin und vielleicht sieht man sich ja Ende November / Anfang Dezember mal auf nen Burger in Berlin… 😉

    1. Um die nachvollziehen zu können, muss man hier leben. Nicht zwingend eine Woche oder ein Monat, vielleicht reicht nicht mal ein Jahr. Wie bei Gilly blieb auch mir die Schönheit der Stadt eine ganze Zeit verwehrt. Erst 2011 (bin 2006 nach Berlin gezogen), als ich mehrfach in anderen Städten war, fiel mir auf warum ich in Berlin lebe. Warum ich dort nicht weg will. Zuvor hatte ich immer wieder überlegt wegzuziehen. Heute kommt das nicht mehr in Frage.

  6. Ja, das mit den Touristen kommt mir bekannt vor.
    Bin zwar nur auf Borkum gelandet, aber bei 5.500 Einwohner sind hier im Sommer jeden Tag zusätzlich etwa 22.000 Touristen. Von den absoluten Gästezahlen mal ganz zu schweigen, da reicht das 1:11 Verhältnis bei weitem nicht aus… Im Jahr 2011 waren es etwa 250.000, also etwa 1:45…

    Und denen geht es genau wie denen bei dir. Keine Manieren, keine Verkehrsregeln, halt einfach den Verstand auf dem Festland gelassen….

    Sehe nervig. Und von Twitter haben hier auch maximal 5 Menschen schon einmal etwa gehört.

    Aber:
    Jeden Tag nach Feierabend den Strand vor Tür haben? Will ich nicht missen. Das entschädigt einfach für all die Nervereien gleich mehrfach…
    Aber hier gibt es bis auf die ganz alten Plattschnacker auch keine Probleme mit der Sprachbarriere…

    Und glaub mir, man muss nicht bis nach Spanien reisen damit Leute einen förmlich vergessen… Da reicht auch schon eine Nordseeinsel…

    Aber was ich eigentlich sagen wollte:
    Herzlich willkommen auf dem Weg zurück nach Deutschland!

  7. Tja, da hatte ich die Tage wohl irgendwie eine Eingebung als ich auf Twitter nach einem Update fragte…!

    Ich ziehe meinen Hut, Sascha.
    Wie ich bei deinem „Umzug“ schon sagte, gehört eine Menge Mut dazu es durchzuziehen und das hast Du gemacht. Die Erfahrung kann Dir keiner nehmen und wird Dir auch in Zukunft helfen.

    Jetzt wünsche ich Dir noch einige schöne Rest-Wochen in der Ferne und dann eine entspannte Rückreise. Ich hoffe sehr, dass wir dann auch mal ein persönliches Treffen hinbekommen – mich würde es sehr freuen!

  8. Irgendwie war es mir fast klar, dass das mit Mallorca nicht für die Ewigkeit war… schließlich hast du nicht mal deinen Namen bei Twitter zu GillyPalma geändert 😀

    Aber ich finde das gut. Ich finde das sehr gut. Du gehörst vermutlich einfach nach Berlin, aber wenn ich jetzt jeden Tag den #DailyFernsehturm sehen muss, bist du auch nur ein Touri 😛

  9. Hey Sascha,
    Das mit Berlin kann ich verstehen, bin damals mit meiner Freundin (Sie ist Berlinerin) nach Berlin gezogen u hab die Stadt im Vergleich zu Wien echt genossen. Klar Wien ist auch schön, aber das ist ungefähr wie bei dir mit Mallorca, irgendwann verliert alles seine Magie.

    Ich bin zwar, nachdem die Beziehung gescheitert ist, zurück nach Wien, aber ich vermisse Berlin nach wie vor… :,-(

    Gruss

    Roman

  10. Touris? Hamwa nich….. jarkeene….. genauso wies dir auf Malle geht, geht’s mir in letzter Zeit immer öfter in Berlin. Nur dass ich hier geboren bin und mich weigere, die Stadt all diesen Neupissern zu überlassen.

  11. Pingback: @mrschtief
  12. Find‘ ich geil, dass du immer so flexibel und konsequent bist. Und ich beneide dich um die Erfahrung, im Ausland gelebt zu haben (und darum, so gut darüber schreiben zu können).
    Was mach‘ ich jetzt mit dem unbenutzten Taschentuch? 😉
    Willkommen zurück, juchee! 😀

  13. Pingback: Lana74 (@lana74)
  14. Komm zurück in unsere Arme!
    Ich kenne das Gefühl aus einer Region, die saisonal ausschließlich touristisch ist nach Berlin zu kommen.
    (not-so)#dailyMeer mach ich dann alleine weiter :p

  15. Zunächst einmal find ich’s voll schade, dass Dein Aufenthalt in Malle nicht Deine Erwartungen erfüllt hat. Auf der anderen Seite bin ich aber auch durchaus egoistisch und freue mich, dass Ihr wieder nach Berlin kommt 😉

    Moar Drinks!
    Moar Stuff!
    Moar Gilly&Bine!

    Findick jut <3

  16. Am schönsten is‘ halt doch zuhause. 🙂 Aber cool und wirklich mutig, dass du das mal ausprobiert hast mit Malle! Respekt. Für uns andere bleibt’s eine hübsche Urlaubsinsel. Für mich übrigens ab Samstag für eine Woche, Valdemossa inklusive. Ich hoffe auf wenig andere Touris. 😉

  17. Absolut nachvollziehbar, auch wenn ich mir das hier im kalten Deutschland nicht so vorstellen kann und deine täglichen „Urlaubsbilder“ vermissen werde 😉
    Da sieht man mal wie Bilder die Realität verzerren können *g*

    Dann freue ich mich halt über Berlinbilder – denn davon wohne ich ja auch leider zu weit weg.
    Guten Umzug und viel Spaß beim Pepe-Roadtrip!

  18. Pingback: @withoutfield
  19. Pingback: @phirsisch
  20. Pingback: @Binnewies_
  21. Welcome back! 🙂
    Manchmal muss man einfach Sachen ausprobieren, um zu wissen dass es nicht das ist, was man sich vorstellt. Und das habt ihr gemacht!
    Viel Spaß beim Roadtrip! 😀

  22. Pingback: @smonicats
  23. Schön geschrieben und sehr verständlich auf jeden Fall. Ich finde es zu bestimmten Zeiten in Berlin schon manchmal überlaufen von Touristen, da möchte ich mir nicht vorstellen, wie es in Mallorca zugeht. In Berlin kann man dem außerdem gut aus dem Weg gehen, letztendlich erkennen wenige Touristen die wirklich schönen Orte von Berlin ^^

    Auf jeden Fall willkommen zurück, schön dich wieder in der schönsten Stadt der Welt zu wissen 🙂

  24. Ola Gilly,

    inzwischen habe ich den Blogpost ganz gelesen.

    Es ist so ziemlich das Beste, was ich seit langem gelesen habe! Klar, ein wenig vermissen werd eich Deine DailyMeer`s schon.

    Abe rich will Dir sagen, warum ich finde, dass Du da etwas geschrieben hast, was ich richtig toll finde: Zum einen dieses Ding mit den offline-introvertiert. Es klingt irgendwie normal-ist-halt-so aber eben auf den zweiten Blick nicht, weil man sich unwillkürlich fragt, ob man selbst so freimütig wäre… wunderbar!

    Zum anderen ist es dieses no way – kein zweites Mal. Wir haben auch überlegt, ob wir mal wieder für 2 Wochen im Westen der Insel Urlaub machen sollten. Nein, wir würden es immer an dem messen, was wir vor ein paar Jahren hatten…

    Ein toller Text, eine mutige Entscheidung, und eine Offenheit, von der sich viele eine Scheibe abschneiden können! Danke!

  25. Nun ist zwar aus dem „Ich melde mich dann schon mal zum Schlafen an, für ein Barcamp Mallorca“ nichts geworden, aber hey, ich freu‘ mich darauf dich demnächst wieder öfter (in Deutschland) zu sehen.

    Und danke für die ausführliche Darlegung der Gründe, vielleicht sollte ich das mit dem auf eine Insel ziehen doch noch ein wenig nach hinten Richtung Rentenalter verschieben 😉

  26. Lieber Gilly,
    Schade dass wir uns bislang nur virtuell kennen gekernt haben – und so wird es dann ja leider zunächst bleiben. Ihr Richtung Norden, wir Richtung Süden. Ich kann verstehen wie es Euch wieder gen Berlin zieht. Kurz dachte ich: Oooops, was mache ich denn da grad?! Ja, es gibt diese Aspekte, und doch blicke ich zuversichtlich auf meinen nöchsten Schritt. Vielleicht hilft mir meine Grundausbildung als Touristenstadtbewohnerin mit zeitweiligem Schulweg über die Tourimeile am Dom. Vielleicht hilft mir meine Liebe zum Motorradfahren sowie die per Fähre erreichbaren (und mir noch unbekannten) Pyrenäen. Vielleicht hilft mir die Region Santanyí, in die ich etwas ab vom Trubel ziehen werde. Und vielleicht hilft mir der geplante Coworking & Meeting Space unsere Freunde zu sehen und ähnliche Menschen auf der Insel aufzuspüren. Und ganz vielleicht bist Du ja mal dort zu Besuch, wenn Dir Dein DailyMeer-Blick fehlt 🙂 Vielen Dank für Deine Unterstützung, deine offenen Worte, und ich wünsch Euch alles Gute für Roadtrip & Umzug, DoSchu

  27. Hallo Gilly

    Ein sehr bewegender Post, der einen persönlichen Einblick in den «kurzen» Auslandsauftritt gewährt. Viele Punkte kann ich verstehen. Ich wohne mittlerweile fast 7 Jahre in der Schweiz und kann hier und da mitfühlen – wobei hier zu wohnen was ganz anderes ist als Malle. Ich habe den Vorteil kein Heimweh zu haben. Ich wünsche Euch jedenfalls wieder einen guten Start in Big B. Du wirst die #dailymeer abundzu vermissen, wenn du durch die dreckigen Gassen Berlins streifst … PS.: Ich fühle mich in Berlin wie du vor 2011, mir hat noch keiner Berlin so erklären können, dass ich dort länger als einen Tag bleiben könnte 🙂 In diesem Sinne: ab jetzt wieder @gillyberlin!

    Gruss
    Oliver

  28. Schönes Beispiel für „Keine Entscheidung ist für immer“ und das man manchen Sachen einfach eine Chance geben soll, und sie ja auch einfach wieder zurücknehmen kann, wenn es nicht so toll ist.
    Das beruhigt mich irgendwie, im nächsten Jahr Berlin auszuprobieren. Da trinken wir dann gerne auch mal ’n Bier 🙂

  29. Ich kann dich voll und ganz verstehen und frage mich immer wieder, wie man es auf Mallorca so lange aushalten kann. Ich war vor 2 Jahren für ne Woche dort und fand es ganz „nett“, mehr aber auch nicht. Schöne Flecken gibt es auch anderswo, ohne überlaufene Strände 😉 Ich war damals tierisch genervt von den Touristen (vor allem den Deutschen die überall auf Deutsch losgequatscht haben…), die Abzocke in den Tapas Bars in Palma und einfach allem.
    Viel Spaß beim Roadtrip und Ankommen in Berlin (das ich beim letzten Besuch auch völlig überfüllt von Touristen vorfand. Aber es hat eben wie du schreist trotzdem einen ganz anderen Reiz und ist einfach Multi-Kulti)

    Ich freue mich auf Berlin statt Mallorca Meer-Bilder!

  30. Pingback: @mackflei
  31. Pingback: Tschüss Pepe

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