Dubai! Der Wahnsinn! (Reisebericht)

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Ich wurde von Dubai Tourism zu einem Trip nach Dubai eingeladen*. Ihr könnt hier meinen fast 2000 Wörter umfassenden Reisebericht lesen und/oder euch das folgende Video anschauen. Außerdem gibt es noch einen Haufen Bilder dazu.

Die Anreise

Nach einer flotten und problemlosen Fahrt mit dem ICE nach Hamburg (Rail & Fly), ging es mit Emirates nach Dubai. 6 Stunden entspannter Flug mit tollem Entertainment und super Essen. In der Tat war ich im Flieger so gut unterhalten, dass ich vergessen habe Fotos zu machen ^^


In Dubai angekommen, war ich erstmal überwältig von der Größe der Gepäckbandhalle. Kein Wunder, ist der Flughafen von Dubai ein wichtiges Drehkreuz. Ein Vorgeschmack auf das, was da noch kommen sollte.

Den ersten „Woah Mind Blown“-Moment hatte ich beim Blick auf den Burj Khalifa auf dem Weg ins Hotel.

Kaum wieder beruhigt, kam der nächste o_O-Moment. Unser Hotel, das Waldorf Astoria, befindet sich auf der Jumeirah-Palm.

Ich habe über diese künstliche „Insel“ sicher 4 oder 5 Dokus gesehen. Trotzdem war ich völlig perplex und geflashed, als wir über eine 6-spurige Straße auf dem Stamm der Palme fuhren. Danach ging es durch einen Tunnel auf den Außenring. Der Anblick des Atlantis-Hotels hat mich dann völlig aus den Socken gehauen und mir bewusst gemacht wie unglaublich groß die Palme ist. Übrigens vom Beginn des Stamms bis zum Hotel sind es 15km.

Das Hotel

Im Waldorf Astoria angekommen, mittlerweile 3 Uhr Ortszeit, habe ich mich dann kurz im Hotelzimmer umgesehen und dann auf die großzügige Terrasse gesetzt und vom frischen Obst genascht, dass auf meinem Zimmer stand. Dort saß ich 30 Minuten, habe auf die Skyline geschaut und versucht ein bisschen runter zu kommen. Immerhin sollte es am nächsten Morgen um 8 Uhr losgehen und ich wollte ein paar Stunden Schlaf bekommen (es wurden am Ende genau ein Paar – also 2 Stunden Schlaf).

Wie man sehen kann, ist das Hotel großzügig gestaltet, es gibt eine sexy Pool-Anlage, direkten Zugang zum Meer und einen epischen Blick auf die Skyline von Dubai. Ich kann das Hotel jedem, der das passende Kleingeld hat, wirklich nur empfehlen.

Das Zimmer war großzügig geschnitten, modern eingerichtet und vor allem extrem komfortabel. Mein Highlight war das Bett. Wie auf Wolken schlafen und so. Und beim üppigen Frühstücksbuffet gab es sogar Brezeln, wie ich am letzten Morgen feststellte.^^

Burj Khalifa!

Foto CC by Cliff Hellis

Foto CC by Cliff Hellis

8 Uhr. Völlig gerockt. Nur eine Banane gefrühstückt. Extrem aufgeregt! Es geht zum und auf den Burj Khalifa. Das höchste Gebäude der Welt. Auf dem Weg zum Fahrstuhl läuft man an einer interaktiven Installation vorbei, die einen mit Infos zum Gebäude und dem Bau versorgt.

Der Fahrstuhl selbst katapultiert einen mit 10m/s zur Aussichtsplattform in den 124. Stock auf 452 Meter. Die Fahrt selbst war allerdings angenehmer als erwartet. Der Fahrstuhl fährt sanft an und bremst auch wieder sanft ab. Außerdem wird man während der Fahrt mit einem audiovisuellen Spektakel abgelenkt.

Oben angekommen bietet sich einem ein fantastischer Ausblick über Dubai, auf das Meer und die Wüste.

Der Spaß kostet so um die 30€. Der Ausblick ist das aber mehr als wert. Was auch ganz cool ist: Der Außenbereich ist mit großen Glasplatten gesichert, man kann da also keinesfalls runterfallen 😉

Allerdings wurde hier zur Abwechslung mal mitgedacht: In den Scheiben sind nämlich Unterbrechungen, damit man Kamera oder Smartphone für schöne Fotos ohne Reflexionen raushalten kann (aber gut festhalten!).

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Steht man übrigens auf der Aussichtsplattform und schaut von dort nach oben, stellt man fest: „Hey, da ist ja noch lange nicht Schluss!“ Über der Aussichtsplattform sind noch mal 39 weitere (nutzbare) Etagen. Möchte man höher, kann man ein Upgrade buchen. Man bekommt dann Zugang zur 148. Etage.

Ein wichtiger Hinweis: Im gesamten Gebäude gibt es schnelles Gratis-WiFi.

Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding

Nachdem wir nun also das moderne Dubai kennengelernt hatten, wurde es Zeit, sich mit dem „alten“ Dubai und der Kultur der Emiratis zu beschäftigen. Im Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding hatten wir Gelegenheit dazu.

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Bei einem traditionellen Beduinen-Lunch hatten wir die Chance ein bisschen über die Kultur zu erfahren. Wir haben gelernt, dass es keine Beduinen in dem Sinne mehr gibt. Dank des Wohlstands muss niemand mehr in der Wüste leben.

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Außerdem hatten wir die Chance, alle möglichen Fragen zu stellen. Geduldig wurde alles beantwortet. Übrigens auch Fragen zum Islam, Kopftüchern, Frauenrechten und allen anderen Themen, mit denen wir uns alle viel mehr beschäftigen sollten. Fazit: die Emiratis scheinen ein cleveres, extrem gebildetes und offenes Völkchen zu sein. Zu diesem Schluss kam ich auch, nachdem wir mit zwei Emiratis beim Essen saßen. Dazu aber später mehr.

Wenn ihr in Dubai seid: Versucht das Essen im Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding mitzunehmen. Termine kann man auf der Website buchen.

Kunst in coolen Industriehallen

Jetzt kommt der Teil, an den ich mich nur noch verschwommen erinnern kann, ich war wirklich müde…. Dubai 2015 52

Wir waren in der ALSERKAL AVENUE.  Das ist quasi eine Sammlung von Hallen, in denen mehrere, kleine Galerien für Zeitgenössische Kunst untergebracht sind. Wer sich für Kunst interessiert, sollte da auf jeden Fall vorbeischauen. Aber Obacht: Es gibt dort keine „klassische“ Emirati-Kunst. Also keine goldenen Kamele.

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Dinner @ The Farm

Nach einem kurzen Power-Nap im Hotel fuhren wir zum Restaurant ‚The Farm‘. Die Anfahrt dorthin ist ziemlich spannend. Nach ein paar Kilometern Autobahn (8-spurig!) fährt man ab und landet plötzlich im künstlich angelegten Dschungel und Garten ‚Al Barari‘. Eine enge Straße führt vorbei an meterhohen Pflanzen, Bäumen, Palmen und Farnen zum Restaurant. Beeindruckend! Da es dunkel war, habe ich leider keine ordentlichen Fotos, aber das Video hier sollte euch einen ganz guten Eindruck davon vermitteln:

Das Essen im Restaurant war, wie zu erwarten, erstklassig.

Die Auswahl der Getränke (und normalerweise auch der Speisen, aber wir hatten ein arrangiertes Menü) erfolgt über iPads, die man an den Tisch gebracht bekommt. Auch der Service war erstklassig und das Ambiente einfach wundervoll!

Der nächste Morgen. Regen. Stadtrundfahrt.

Diesmal hatte ich deutlich länger geschlafen, allerdings auch das Frühstück verschlafen. Also gab es wieder eine Banane 😉 – Nach dem Duschen habe ich noch kurz auf der Terrasse gechillt und den Blick auf die Skyline genossen. Dubai 2015 70

Wie man sieht, war das Wetter an diesem Tag nur so mäßig geil. Es hatte über Nacht geregnet (Dubai hat durchschnittlich 7 Regentage pro Jahr…). Als wir uns dann auf den Weg gemacht haben, nieselte es noch ein wenig.

Mit dem Bus sind wir zu einem Anleger am Dubai-Creek gefahren. Hier nutzten wir eines der klassischen Holz-Boote, die nicht nur von Touristen genutzt werden, um auf die andere Seite zu kommen. Dort angekommen, haben wir einen Spaziergang über den traditionellen Gewürz- und Gold-Souk in Deira gemacht.

Als Kontrastprogramm ging es danach zum modernen Royal Fashion Souk, dessen Außenanlage mich ein wenig an Venedig erinnerte.

Ski Dubai!

Leider erreichte uns zwischenzeitlich die Nachricht, dass unsere für den Nachmittag geplante Wüstensafari wegen des schlechten Wetters abgesagt wurde. Als Alternative hatten wir die Möglichkeit Ski Dubai in der Mall Of The Emirates zu besuchen, oder ein Wellness-Programm im Hotel zu genießen. Ich habe mich für Ski-Dubai entschieden.

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Durch das etwas bewölkte Wetter war der Kontrast zwischen draußen (19°C) und drinnen (-2°C) nicht allzu krass. Im Sommer, wenn es Dubai auch mal locker auf 50°C schafft, dürfte der Temperaturunterschied allerdings ein ganz schöner Schocker sein.

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In der Halle kann man entweder Ski fahren (inklusive Lifts und verschiedenen Schwierigkeitsgraden) oder einfach nur seinen Spaß im Schnee haben. Es werden Bob-Fahrten auf einer kleinen Bahn mit Sitzkissen angeboten, man kann mit so einem abgefahrenen Hamsterball eine kleine Piste runterrollen oder in Gummiringen eine weitere Piste runterdüsen (alles getrennt von der Ski-Piste). Weiterhin gibt es dort auch Pinguine und ein Frozen-Sing-along. Leider habe ich sowohl die Pinguine als auch das Frozen-Sing-along verpasst 🙁

Oh und nicht zu vergessen: „Snow Bullet“:

Atlantis Hotel!

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Abends sind wir ins Atlantis-Hotel gefahren, das ich Eingangs schon erwähnt habe. Der Name ist im Hotel tatsächlich Programm. Sobald man die Lobby betritt, hat man das Gefühl, sich in einer Disney-Unterwasserwelt zu befinden.

Nach einer kurzen Tour durchs Hotel – natürlich gibt es ein Fitness-Studio, mehrere Restaurants und ein dickes, fettes Aquarium – wurde uns die Royal Bridge Suite (1000m2 – $ 30.000 / Nacht) gezeigt. Läuft, würde ich mal sagen. Von der Terrasse dieser Suite hat man einen fantastischen Blick über Dubai. Eine Übernachtung dort dürfte wohl allerdings ein Traum bleiben 😉

Essen im Nobu! OMG!

Endlich wieder Essen! Diesmal im Nobu im Atlantis Hotel. Die Nobu-Restaurants bieten Fusionsküche. Traditionelle japanische Gerichte treffen auf Zutaten aus Südamerika.

Ich lasse die Bilder einfach mal für sich selbst sprechen:

Ich esse eigentlich keinen Fisch oder Sushi. Aber die Sachen sahen so unglaublich gut aus, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen, alles zu probieren. Mir hat ausnahmslos alles unglaublich gut geschmeckt. Wahnsinn. Nom!

Mit am Tisch saßen zwei Emiratis (u.a. Saleh). Wie oben schon erwähnt, ist es gar nicht so leicht, einen echten Emirati in Dubai zu finden. Von den ca. 2.2 Millionen Einwohnern Dubais sind nur etwa 15% Emiratis. Wir bekamen also Interessante Infos und Fakten rund um Dubai und deren Bewohner aus erster Hand.

Nach dem Essen rollten wir zurück zu unserem Hotel-Shuttle. Derweil hatte es wieder angefangen zu regnen. Blitze und Donner gesellten sich dazu. Ein schaurig schönes Spektakel auf der Palme.

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Tschüss Dubai 🙁

Der Abschied fiel besonders schwer. Denn am Tag der Abreise war extrem geiles Wetter. Nach dem Frühstück mit Brezel (!) habe ich mich noch ein wenig an die Pool-Anlage gelegt und in der Sonne gebrutzelt. Herrlich!

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Fruchtsäfte!

Normalerweise läuft das bei Blogger-Tripps so: Tagsüber Programm, Abends Drinks schlürfen bis tief in die Nacht, zu wenig pennen, verkatert und übermüdet aufwachen.

In Dubai gab es – aus Gründen – keinen Alkohol für uns. Es gab zwar durchaus in einigen Restaurants Alkohol, aber aus Respekt unseren Gastgebern gegenüber, hat niemand von uns was Alkoholisches bestellt.

Tatsächlich war das aber auch gar nicht schlimm. Denn statt Longdrinks und Cocktails gab es überall extrem leckere Fruchtsäfte. Frisch zubereitet, raffiniert zusammengemixt und immer erfrischend. Ok ok, dem ein oder anderen Saft hätte ein Schuss Vodka oder Rum gut zu Gesicht gestanden, aber es geht auch mal ohne.

Liebe Gastronomen in Deutschland: Mehr Fruchtsäfte bitte! Und damit meine ich nicht die fertigen, sondern selbst gemacht!

Schaut doch nur, wie geil die auch noch aussehen (kleine Auswahl):

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Dubai. Der Wahnsinn!

Also eines ist mal klar. In Dubai kommt keine Langeweile auf. Was auch klar ist: Man benötigt schon ein bisschen Taschengeld, um auf seine Kosten zu kommen.

Dubai hat etwas ganz Besonderes an sich. Vermutlich deswegen, weil die Stadt noch so unglaublich jung ist. An allen Ecken und Enden wird mit Architektur gespielt. Die Bauten reichen von „Schau, wir machen das so, weil wir es können“ über „Form Follows Function“ bis hin zu ganz außergewöhnlichen Bau-Stilen à la “ wir haben den Platz um einfach mal etwas Neues auszuprobieren“. Wer sich für Architektur interessiert, dem empfehle ich eine entsprechende Führung.

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Dubai ist eines dieser Reiseziele, das man alle 5 Jahre mal ansteuern kann. Da ist einfach ständig irgendwas anderes, neues. Im Moment wird z.B. an einer noch größeren, künstlichen Palme im Meer gearbeitet: Palm Jebel Ali. Dort sollen rund 250.000 Menschen Platz finden. Außerdem gibt es überall Baustellen und Wolkenkratzer im Bau. Wer weiß, was man sich da noch so alles einfallen lässt.

Ich persönlich würde auf jeden Fall ein Hotel auf der Palm Jumeirah empfehlen. Der Blick auf die Skyline von Dubai ist einfach atemberaubend und Meerblick ist so gut wie garantiert 😉 – Außerdem ist man auf der künstlichen Palme fernab des City-Troubles und kann nach dem Sightseeing ganz relaxed am Stand entspannen.

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Zum Abschluss möchte ich noch kurz über Autos reden. Das böse Fernsehen vermittelt einem ganz gerne den Eindruck, dass die superturboreichen Emiratis den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als mit ihren Ferraris, Lamborghinis and whatnot über die Autobahnen zu rasen.

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Der Alltag sieht allerdings ein wenig anders aus. Auf den Autobahnen findet man zwar hier und da einige Luxus-Karossen, aber Supersportwagen sind im extrem dichten Verkehr dann doch eher selten zu finden. Dafür haufenweise Jeeps, SUV und extrem viele Fahrzeuge von Toyota.

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Vor Malls und Hotels kann man dann schon eher mal einen Blick auf einen goldenen Porsche, einen Rolls Royce oder einen Bentley erhaschen 😉

Und die Kollegen?

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Ich war mit einigen anderen BloggerInnen vor Ort. Deren Reiseberichte findet ihr hier:

Frank war neulich auch in Dubai und hat Tipps, was man sich bei einem Kurztripp nach Dubai (zum Beispiel bei einem Stopover) ansehen sollte.

*Flug, Hotel, Verpflegung, Transport und Eintrittspreise wurden übernommen.


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25 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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  2. Super Bericht, danke für die vielen schönen Bilder und Erlebnisse.
    Kleine Korrektur: Es sind vom Stamm zum Atlantis-Hotel ca. 5 KM! 🙂
    MfG

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