Bei strahlendem Sonnenschein ging es gestern wieder mal auf Tour. Wer rastet, der rostet und so.

Ein Tagestrip stand auf dem Programm – also morgens hin, abends zurück. Als Reiseziel hatten wir uns diesmal Görlitz ausgesucht. Die östlichste Stadt Deutschlands ist etwas mehr als 200 Kilometer von Berlin entfernt und besitzt einen historischen Altstadtkern, der von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges fast völlig verschont geblieben ist. Nur die Neißebrücken hatte die Wehrmacht noch gesprengt und das Görlitzer Abkommen legte dann die Neiße als Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen fest wodurch die Stadt in das deutsche Görlitz und das polnische Zgorzelec geteilt wurde.

Mit diesem geschichtlichen Kurzresumée versprach Görlitz eine Vielzahl von Fotomotiven. Außerdem habe ich jetzt schon wirklich oft wunderschöne Fotos aus Görlitz in meiner Instagram-Timeline gesehen. Also musste ich da mal hin! Natürlich hatte ich auch diesmal wieder ein Smartphone mit dabei: das Huawei nova 2. Alle Bilder in diesem Beitrag wurde mit der Dual-Kamera (12 Megapixel + 8 Megapixel, f/1,8) des Mittelklasse-Smartphones von Huawei geschossen. Mehr Infos zum Huawei nova 2 bekommt ihr bei mobiFlip.

Huawei Nova 2 Smartphone in einer KFZ-Halterung

200 Kilometer – kein Ding. Also morgens um 8 los und 12 Stunden später wieder zurück. Genug Zeit, um eine kompakte Altstadt ganz in Ruhe zu erkunden. Das ist ein mehrfacher Trugschluss! Schließlich sind gerade Sommerferien und damit überall Baustellen und Umleitungen. So verlängerte sich die Fahrzeit mal ganz geschmeidig auf fast 4 Stunden. Nach mehreren 80- und 60-Etappen auf der Autobahn ging es auf die Bundesstraße 115, wo wir die ganze Pracht Brandenburgs zu Gesicht bekamen.

Einen kurzen Stopp haben wir zum Beispiel für eines der vielen Sonnenblumen-Felder eingelegt:

Ein Beitrag geteilt von Gilly (@gillyberlin) am

Danach noch ein kurzer Stopp in Döbern. Die haben da eine ziemlich abgefahrene Glas-Pyramide und einen verlassenen Bahnhof:

Um 12 Uhr sind wir endlich angekommen, und haben im Parkhaus am Bahnhof geparkt. Die Tageskarte für das Parkhaus kostet nur 5€ und vom obersten Deck hat man dazu noch eine ganz nette Aussicht:

Wo wir nun schon mal am Bahnhof waren, haben wir gleich die Chance genutzt, diesen Jugendstil-Bau in all seiner Pracht abzulichten.

Weiter ging es die Berliner Straße mit all ihren Geschäften entlang. Hier gab es schon einen ersten Vorgeschmack auf das, was einen in Görlitz erwartet. Jede Menge wunderschöne, alte Häuser. Einige liebevoll saniert, einige gammeln vor sich hin.

Durch die Straßburg-Passage

ging es zum Wilhelmplatz. Die Location habe ich direkt genutzt, um ein paar schöne Fotos zu machen und den 2x Zoom mal auszuprobieren.

Nächster Stop: Der Postplatz. Er gilt als einer der schönsten Plätze in Görlitz.

Leider wurde das prachtvolle Post-Gebäude teilweise von einer Baustelle verdeckt, Ihr könnt euch aber sicher trotzdem vorstellen, wie pittoresk es aussieht:

Als nächstes ging es zum Kaufhaus Görlitz, dessen Inneres aus dem wundervollen Wes Anderson Film „The Grand Budapest Hotel“ bekannt sein dürfte. Leider konnten wir nicht rein, weil es gerade saniert wird, aber immerhin konnten wir einen Blick durch die Scheibe werfen:

Weiter ging es zum Obermarkt, in dessen Nähe wir den Reichenbacher Turm und die Kaisertrutz fanden. In letzterer besorgten wir uns für je 7€ ein Kombiticket sowie für weitere 5€ eine Fotoerlaubnis. Das Kombiticket berechtigt einen übrigens 2 Tage lang zum Besuch des Kulturhistorischen Museums, des Reichenbacher Turms sowie des Barockhauses.

Für einen Euro Aufpreis nahmen wir auch noch die aktuelle Mitmach-Sonderausstellung „Wunder der Görlitzer Altstadtmillion“ mit.

Das Museum, das die mehr als 900-jährige Geschichte der Stadt Görlitz zeigt und die Sonderausstellung dürfte auch Museums-Muffeln gut gefallen. Alles ist liebevoll, modern und übersichtlich gestaltet, es gibt viele interaktive Informationen und die Sonderausstellung lädt sogar zum Mitmachen ein!

Bei belegtem Brötchen und kalten Getränken beim Bäcker mussten wir danach feststellen: Es war bereits 16 Uhr!

Da sowohl Reichenbacher Turm als auch Barockhaus um 17 Uhr schließen, mussten wir uns entscheiden. Auch wenn ein Blick über Görlitz bestimmt toll gewesen wäre, fiel unsere Wahl einstimmig auf das Barockhaus. Warum? Weil in diesem auch die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften und die Milich`sche Bibliothek untergebracht sind.

Anschließend ging es ganz gemächlich weiter zum Untermarkt,

und der Ratsapotheke in Richtung Neiße,

Seit 2004 wird die Neiße wieder von einer Fußgängerbrücke überspannt und bietet so die Möglichkeit einen Abstecher nach Zgorzelec – also das polnische Görlitz – zu machen, den wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Nachdem man die Brücke überquert hat, bietet sich einem zunächst folgender Anblick, der einen ähnlichen Eindruck wie Görlitz vermittelt:

Geht man an diesen Häuschen vorbei, einen kleinen Hügel hoch, bietet sich einem allerdings dieser Anblick hier:

Es ist jetzt nicht so, als hätte ich noch nie Plattenbauten gesehen. Aber nach mehreren Stunden wundervollem Görlitz-Flair ist der Kontrast schon ziemlich krass.

Um wieder runterzukommen haben wir dann mit herrlichem Blick auf Görlitz bzw. die Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Abend gegessen. Dank seiner Terrasse bot sich dafür das Altstadt-Brauhaus Piwnica Staromiejska an:

Der Ausblick:

Das Essen: Rouladen mit Klößen und Kalbsschnitzel mit Kräutersoße & Salat auf Bunzlauer Keramik. Das alles für 100 Zloty (23€) inklusive sechs Getränken.

Gut gestärkt ging es zurück nach Görlitz.

Zeit für ein paar Selfies auf der Altstadtbrücke! Immerhin ist das Huawei nova 2 ja „das absolute Must-have Smartphone für alle Liebhaber von Selbstporträts.“ – dafür sorgen die 20-Megapixel-Frontkamera und der Beauty-4.0-Modus. Ich bin jetzt nicht so die Selfie-Queen, habe mir aber Mühe gegeben, halbwegs gescheite Selfies hinzubekommen:

Mit aktiviertem Beauty-Mode
Ohne Beauty Mode 😱

Zum Schluss noch ein letzter Spaziergang durch Görlitz in Richtung Auto bei Sonnenuntergang.

Danach ging es über Sachsens und Brandenburgs stockdunkle Bundesstraßen und das letzte Stück auf der Autobahn zurück nach Berlin.

Fazit – Görlitz

Görlitz ist zwar mit gerade einmal 50.000 Einwohnern mit Berlin verglichen eine kleine Stadt, aber dank seiner langen Geschichte und Vielseitigkeit ganz gewiss einen Besuch wert. Ich habe das Gefühl, wir haben bei unserem Tagesausflug nur an der Oberfläche gekratzt und es gibt noch unglaublich viel mehr zu sehen. Sowohl in Görlitz, als auch in Zgorzelec. Vielleicht ist der nächste Besuch ja sogar mit Übernachtung 🙂

Zu guter Letzt erwartet ihr hier sicher noch ein paar Worte zum Huawei nova 2. Leider kann ich im Moment noch kein Fazit zum Gerät ziehen. Das hole ich aber bald nach. Die Bilder sollten ja aber für sich sprechen 😉

Falls ihr übrigens NOCH MEHR Bilder aus Görlitz sehen wollt, dann findet ihr diese gesammelt und in voller Auflösung in diesem Flickr-Album.

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7 comments

Reply

Ich wäre ja für ein Blogger-Ausflug das nächste Mal! <3

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Schöner Kurz-Trip-Bericht! Mein Vater ist in Görlitz geboren, allerdings hab ich es noch nie dort hin geschafft, obwohl das eigentlich schon so oft (halb) geplant war. Dein Artikel hat aber definitiv wieder neue Motivation gegeben, das Ganze in Angriff zu nehmen, danke! 🙂

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500.000 Einwohner? Eine 0 zuviel? Netter Bericht von meiner Heimat. Danke!

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Hoppla! Ist korrigiert, danke für den Hinweis 🙂

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Das Artikelbild ist sehr klasse geworden!
(Andere natürlich auch, aber das besonders 🙂 )

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Danke 🙂

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