Ausprobiert: Moto X Play

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Vor einiger Zeit war ich bei 1&1 bei der zweiten Hardware-Lounge zu Gast. Zusammen mit einigen Blogger-Kollegen hatte ich einen kurzweiligen Tag im 1&1 Logistik-Zentrum in Montabaur, auf der Autobahn und in Frankfurt. Eine kurze Zusammenfassung von diesem Event findet ihr hier:

Auf besagtem Event bekam jeder von uns ein Motorola X Play in die Hand gedrückt. Ich habe es also ein paar Wochen nutzen können, bevor es gestern zurück zu 1&1 musste.

Meine Erfahrungen mit dem Moto X Play waren durchweg positiv. Es liegt außergewöhnlich gut in der Hand und die leicht geschwungene, gummierte Rückseite ist wirklich ein reiner Traum.

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Pures Android

Die Software, pures Android, ist in allen Situationen flott und ist, bis auf die Dröflmillionen Google Apps auch nicht mit irgendwelcher Bloatware überladen. Beim Moto X Play zeigt sich auch mal wieder wie unglaublich krass die meisten Hersteller mit ihren lahmen Launchern und Systemeingriffen Android kaputtoptimieren. Selbst als Hardcore-iOS-Fan hat mir Android auf dem Moto X Play viel Spaß gemacht.

Fotos? Aber Hallo!

Ich habe schon so einige Motorola Smartphones in der Hand gehabt und bisher hat mich die Kamera nie wirklich überzeugen können. Das Moto X Play macht allerdings – für seine Preisklasse – wirklich anständige Fotos.

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Die Kamera-App von Motorola ist zwar ein UI-Drama, über das ich jetzt 200-Wörter verlieren könnte, aber warum sollte ich das tun? Wir reden hier über Android, wo man einfach eine andere Kamera-App installieren und diese als Standard definieren kann.

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Die Bildqualität der 21-Megapixel-Kamera ist in den meisten Fällen wirklich gut. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist zwar relativ schnell ein hohes Rauschen da, aber wer nachts Fotos mit dem Smartphone machen möchte, muss dann eben nach einem Gerät mit Bildstabilisator und größerem Sensor schauen (G4, Huawei Mate S, Galaxy S6 usw.).

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Generell ist der Fokus angenehm flott und die Kamera löst (bei guten Lichtverhältnissen) blitzschnell aus. Was mir gut gefallen hat: Geht man etwas näher an Motive ran, wird der Hintergrund dank der f/2,0 Blende schön unscharf. Ich mag das sehr.

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Die Panorama-Funktion ist zwar generell ok, aber leider findet zwischendurch kein Abgleich der Lichtverhältnisse statt:

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Hier mal die Fotos, die ich mit dem Moto X Play gemacht habe. Alle unbearbeitet, nur in der Auflösung hier fürs Blog verringert. Die Originale findet ihr bei Flickr.

Was ich etwas schade fand: Ich richte bei Smartphones immer eine Displaysperre mit Code ein. Ist diese beim X Play aktiviert, kann man die Kamera erst nach Eingabe des Codes öffnen. Das nimmt der Sache ein wenig die Schnappschuss-Freudigkeit.

Übrigens ist das Display eine reine Augenweide. Das Betrachten von Fotos macht richtig Spaß und dank der hohen Helligkeit ist es auch bei Sonnenschein noch zu gebrauchen.

Videos? Njaaaneeeee eher nicht

Zunächst mal ist der fehlende Bildstabilsator schon mal das erste Problem. Ohne Stativ sollte man mit dem Moto X Play nicht filmen, wenn man nicht möchte, dass dem Zuschauer schlecht wird. Das viel größere Problem ist aber, dass sowohl Fokus als auch die Belichtung so nervös wie ein Lämmerschwanz sind. Einen AE/AF-Lock wie z.B. beim iPhone gibt es leider nicht. Besonders beim Segment mit dem einfahrenden ICE sieht man das recht deutlich.

Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, ruckeln die Videos. Sieht man besonders beim Schwenk am Ende sehr deutlich.

Das ist alles ein bisschen schade, denn das sind alles Sachen, die sich eigentlich mit Software lösen / verbessern lassen. Scheinbar kam bei Motorola aber niemand auf die Idee, die Video-Funktion mal zu testen 🙁

Fazit

Alles in allem ist das Moto X Play für 350€ eine runde Sache. Die Kamera kann im Alltag überzeugen, so lange man nicht filmen möchte. Die Haptik ist super und das „pure“ Android macht richtig Spaß. Display und Akku sind ebenfalls überdurchschnittlich gut. Sollte der Akku doch mal schlapp machen, reichen dank Quick Charge 2.0 schon ein paar Minuten an der Steckdose, um flott ein paar frische Prozent auf den Akku zu bekommen.

Was ich übrigens auch noch ziemlich klasse finde: Das mitgelieferte Ladegerät hat 2 USB-Anschlüsse. Man kann also mit einem Ladegerät sein Smartphone und seine Smartwartch oder das Akkupack usw. aufladen. Gut mitgedacht!

Was die Kollegen sagen

Ihr wollt ausführlichere Testberichte mit technischen Daten und Benchmarks usw.? Dann schaut bei meinen Kollegen vorbei:


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