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Samsung Round Table: Ein Abend mit Galaxy Tab 10.1v (& Galaxy SII)

Samsung

Ich wurde, zusammen mit einigen anderen Bloggern und Entwicklern, von Samsung nach Frankfurt zu einem Round Table eingeladen.

Die Highlights in Kürze: Samsung-Mitarbeiter zum Anfassen, Après-Ski-Hits im Samsung-Firmenwagen, interessante Menschen kennengelernt und natürlich das Galaxy Tab 10.1v.

Wer sich nur für meine Meinung zum Galaxy Tab 10.1v und dem Galaxy SII interessiert, wird weiter unten fündig 😉

ICE with Fernsehturm and DomDie Hinfahrt war ein kleines Abenteuer, da meine Buddys von der GDL mal wieder ein bisschen auf die Kacke hauen mussten. Jungs, ich finde das voll super, dass ihr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt streikt. Das steigert mein Verständnis für eure Situation enorm. NICHT. Okay, weiter im Text, ehe ich noch in Rage gerate. Mit etwas Glück und einem Zugführer, der nicht zur GDL gehörte, habe ich es mit einer Stunde Verspätung nach Frankfurt geschafft.

Dort hatte Samsung für uns Blogger Zimmer im Bristol Hotel gemietet. Wer mal in der Nähe vom Hauptbahnhof ein Hotel in Frankfurt braucht, sollte das Bristol auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen. Die Zimmer waren ganz ok, die Hotelbar ist legendär (hätte eigentlich einen eigenen Blogbeitrag verdient) und das Frühstück ging völlig in Ordnung. Oh und ganz wichtig: es gibt kostenloses WiFi. Ist zwar gedrosselt (256KBit), reicht aber zum Surfen und für E-Mails völlig aus.

Jedenfalls war der Round Table in einem der Tagungsräume im Hotel.

Was mich schon bei der Vorstellungsrunde positiv überrascht hat: Es waren sieben oder acht Leute direkt von Samsung anwesend (nicht alle im Bild).

Samsung Mitarbeiter

Normalerweise hat man es auf solchen Events mit Agenturmenschen (ist nicht böse gemeint Timo & Peter) zu tun und es ist maximal ein Angehöriger der Firma da. Alleine schon dieses Aufgebot an Samsung-Mitarbeitern zeigte mir, dass man uns Blogger durchaus ernst nimmt und nicht einfach nur für einen weiteren PR-Kanal hält, der lustlos zu füttern ist.

Nachdem die Vorstellungsrunde fertig war, ging es ans Eingemachte. Zuerst gab es einen Überblick über die Android-Smartphones und Tablets der Galaxy-Familie:

samsung galaxy familie

Danach gab es Infos zu Samsungs eigenem Betriebssystem Bada.

Samsung Mitarbeiter

Ehrlich gesagt, hatte ich mit Bada bis dato nicht viel zu tun. Hätte man mich gefragt, was ich davon halte, hätte ich mit Sicherheit abgewunken. In der Regel taugen die von den Herstellern gebackenen Betriebssysteme nämlich nicht viel.

bada

Bada scheint aber so einiges zu können. Hatte auch die Gelegenheit etwas mit dem Samsung Wave, welches Bada als OS nutzt, zu spielen. Das Samsung Wave S8500 ist auf den ersten Blick wirklich ein ordentliches Handy (Testbericht). Ich werde mal beobachten, wo die Reise mit Bada hingeht. Immerhin wird es demnächst Version 2.0 geben und damit auch einige interessante Neuerungen, die man IMHO so schnell bei keinem anderen In-House-OS findet. Mal schauen, ob ich nach Marktstart das Samsung S8350 Wave 2 mal in die Finger bekomme.

Info am Rande: Samsung bietet mit dem Samsung Wave 578 auch ein Bada-Handy mit NFC an!

Nachdem die beiden ‚Vorträge‘ beendet waren, kam etwas, womit ich nicht ganz gerechnet habe. Eine Frage- und Antwort-Runde, die sinngemäß mit den Worten: „Das ist eure Chance, geigt Samsung mal so richtig die Meinung“ eingeleitet wurde. Auf Kritik wurde offen und ehrlich reagiert.

Nach der Fragerunde und einer kleinen Pause ging es dann ans Hands-On.

Samsung Round Table Pause

Leider hatte Samsung nur zwei Tab 10.1v und nur drei Galaxy SII im Gepäck. Der Ansturm auf die Geräte war riesig und die Umgebung (Licht und Lautstärke) für Videos leider nicht ganz optimal.

Samsung Galaxy Tab 10.1 Hands-On Video dreh

Samsung Galaxy SII Hands-On

Nachdem wir die Geräte ausgiebig begriffeln und Fragen dazu stellen durften, sind wir gemeinsam in das Restaurant Frankfurter Botschaft gefahren.

An dieser Stelle ein kleines Highlight am Rande: Frank (m4gic} und ich wurden von einer Samsung-Mitarbeiterin (habe leider den Namen vergessen, furchtbar unhöflich… ich weiß) in ihrem Firmenwagen mitgenommen. Kinners da macht die gute Dame zu Fahrtbeginn feinste Après-Ski-Musik an! Das Rote Pferd und co. Ich war sofort in Bierlaune. Hätte man mir einen Sixer Bier in die Hand gedrückt, wäre ich aus dem Auto so schnell nicht wieder ausgestiegen 😀

Das Restaurant selbst war in der Nobelgegend Frankfurter Westhafen in Frankfurt und entsprechend war dann auch das Essen. Drei Gänge, deren Namen ich weder verstanden habe, noch sie hier für euch wiedergeben könnte. Die Essenz des ganzen: Leckerer Büffelmozzarella gefolgt von einem phänomenalen Stück Rind und zum Schluss ein Stück grandioser Kuchen. Om Nom Nom!

Natürlich gab es auch reichlich Gerstensaft. Die Stimmung lockerte weiter auf und es wurden interessante Gespräche geführt. Mir gegenüber saßen drei „Samsung Developer Advocates“ (zwei davon unten im Bild) , die mich mit großartigen Storys von ihrem letzten Korea-Trip unterhalten haben.

Hands-On Samsung Galaxy Tab 10.1
Tim (@SeraAndroid) & Tobias (@tthiel)

Während und nach dem Essen wurden sowohl die Galaxy Tabs (10.1v) als auch die Galaxy SII herumgereicht. Genau zu diesen beiden Geräten möchte ich im Folgenden ein paar Zeilen schreiben.

Hands-On und Meinung: Samsung GT-I9100 Galaxy SII

Die technischen Daten im Detail erspare ich euch einfach mal an dieser Stelle, da man diese bei Samsung nachlesen kann.

Das Smartphone mit Dual-Core-Prozessor – Exynos 4210 (ehemals Orion basiert auf Cortex-A9) 2x 1GHz – und 1GB RAM ist erstaunlich flach und leicht. Das 4,3″ große SUPER AMOLED Plus Display ist leuchtstark und kontrastreich. Achja und es ist richtig groß! iLike!

Groessenvergleich Apple iPhone 4 und Samsung Galaxy SII

Die Verarbeitung war soweit ok (auch wenn das Gerät noch nicht final war). Wer ein leichtes Smartphone, mit ordentlich Dampf unter der Haube sucht, sollte sich das Galaxy SII auf jeden Fall mal genauer ansehen. Für mich persönlich ist das Gerät eher nichts. Ich mag es nicht, wenn Geräte so leicht sind. Ich mag solide Gehäuse wie beim iPhone 1, dem iPhone 4, dem LG OPTIMUS 7 oder auch dem Samsung Wave. Ist halt Geschmacksache. Samsung hat auf jeden Fall ein ordentliches Gerät vorgelegt. Leider kommt man wegen des Samsung eigenen Prozessors im Gerät nicht in den Genuss der Tegra Zone. Man munkelt aber, dass es auch eine Version mit Tegra 2 Prozessor geben soll (Samsung GT-i9103 Galaxy SII). Nichtsdestotrotz liefen die gezeigten Spiele (Namen vergessen… Sorry) absolut flüssig. Das Galaxy SII wird übrigens schon mit Android 2.3 Gingerbread ausgeliefert.

Ein ausführlicheres Review findet ihr bei Frank auf m4gic.net.

Im Laufe des Jahres wird es übrigens auch eine NFC-Variante von diesem Gerät geben. Samsung ist in Sachen NFC sehr engagiert. Dafür gibt es von mir zwei Daumen nach oben. Wird Zeit, dass sich das in Deutschland endlich mal außerhalb einiger Pilotprojekte durchsetzt!

Hands-On und Meinung: Samsung P7100 Galaxy Tab 10.1v

Auch hier gilt wieder: die kompletten technischen Daten gibt es auf der Samsung Seite.

Wenn man mich nach meiner Meinung zum Samsung Galaxy Tab (also dem bisher erhältlichen 7 Zoll „Tablet“) fragt, bekommt man zu hören: „Großes Telefon, taugt meiner Meinung nach nicht als Tablet“. Klar, ist das auch wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Anforderungen an so ein Gerät. Für mich ist ein Tablet aber eben ein Content-Konsum-Gerät, mit dem ich auf der Couch, im Bett, auf dem Klo oder in der Bahn unterhalten werden möchte. Da sind 7″ einfach nicht das Richtige. Dazu kommt, dass mit Android 2.2 eben auch kein richtiges Tablet OS auf dem Gerät läuft.

Samsung-GalaxyTab-10.1 und Samsung Galaxy Tab

Beim Galaxy Tab 10.1v sieht die Sache nun ganz anders aus. Man bekommt einen ordentlichen 10″ Bildschirm im 16:10 Format (iPad 9,7″ 4:3), eine NVIDIA Tegra 2 Dual-Core-CPU (2x 1GHz), 1GB RAM und Android 3.0 Honeycomb, also  ein für Tablets optimiertes Betriebssystem. Soweit aber nichts Außergewöhnliches. Das bieten die Mitbewerber mit dem Motorola Xoom und dem LG V900 OPTIMUS Pad ebenfalls (die beiden haben übrigens einen HDMI-Anschluss, das Galaxy Tab benötigt einen Adapter).

Um meinem Fazit zu dem Samsung Tab etwas vorweg zu nehmen: Ich glaube kein anderer hatte das Gerät im Restaurant so lange in der Hand wie ich. Ich will euch auch gerne erzählen warum.

Samsung Galaxy Tab 10.1 Browser

Unter anderem wegen Android 3.0 Honeycomb. Google hat meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Die Oberfläche lässt sich intuitiv bedienen und sieht vor allem richtig gut aus. Google hat IMHO bei Android kein besonders gutes Händchen in Sachen Style bewiesen. Auch die einzelnen Oberflächen der Hersteller (Touch Wiz, MotoBlur, HTC Sense etc.) haben die Sache meistens nicht besser gemacht. Hübsch ist anders. Bei Honeycomb sieht das aber wie gesagt anders aus. I <3 Honeycomb 🙂

2x Klicken zum Abspielen. Datenschutz und so.

Ein weiteres Highlight von Honeycomb ist der Browser. Schnell, schlank und vor allem: Tabbed Browsing.

Ich bin schon jetzt gespannt, welches Tablet-OS im Sommer bei mir den Alltag bestimmen wird. Apple muss jedenfalls ein paar Kohlen nachlegen beim iPad. Wir werden ja bald sehen, was es mit dem Gerät auf sich hat. Ich kann es jedenfalls kaum abwarten, ein OPTIMUS Pad mein eigen zu nennen. Ich kann nur hoffen, dass es ausreichend und vor allem gute Tablet-Apps geben wird.

OK, zurück zum Samsung Galaxy Tab 10.1v. Das Tablet hebt sich gegenüber dem OPTIMUS Pad (Das Xoom hatte ich noch nicht in der Hand) vor allem durch seine Rückseite hervor:

Samsung Galaxy Tab 10.1 Rückseite
Samsung Galaxy Tab 10.1v Rückseite

An den Seiten ist eine Hervorhebung, die quasi als Griffmulde dient. Das 599 Gramm schwere/leichte Tablet kann so auch längere Zeit ermüdungsfrei in Händen gehalten werden. Zudem ist die Rückseite nicht glatt sondern „geriffelt“. Das gibt dem Tab zudem noch guten Grip in den Händen und verhindert unschöne Fingerabdrücke.

Eine völlig neue Erfahrung: mit einem Tablet PC Fotos machen. Klar, irgendwie ist es albern mit einem xyz cm breiten Gerät herumzulaufen und Fotos zu machen. Aber die Vorschau des Bildes auf 10″ zu sehen ist schon nice. Speziell Katzenbesitzer werden sich sicherlich über die integrierte 8 Megapixel Kamera mit Flash-Blitz freuen. Nun muss man nicht mehr von der Couch aufspringen um eine Kamera oder das Handy zu holen, wenn Katze was Niedliches macht. Man nimmt einfach das Tablet, dass man ja eh gerade in der Hand hatte 😉 – Hier ein, mit der 8-Megapixel-Kamera und aktiviertem LED-Blitz geschossenes,  Testfoto:

Samsung Galaxy Tab 10.1 Testfoto 8 Megapixel mit LED Blitz
*klixx für volle Auflösung*

Der Tegra 2 Dual-Core-Prozessor von NVIDIA hatte in allen Bereichen mehr als genug Power. Speziell beim Scrollen auf Websites machte sich dies bemerkbar. Hier steigt das iPad bei längeren Seiten ja ganz gerne mal aus und muss erst nachladen.

Das Display ist leuchtstark und der Touchscreen reagiert sehr genau. Übrigens ist Gorilla Glas verbaut, das macht den Touchscreen deutlich robuster und unempfindlicher gegenüber Kratzern.  Der Akku (wir erinnern uns: alles noch nicht so ganz final) hatte auch nach 4-5 Stunden exzessiver Benutzung durch Heavy-User bei voller Bildschirmhelligkeit noch 63% Restladung.

Leider hat das Galaxy Tab 10.1v aber auch drei Schwächen:

1. Es hat keinen SD-Karten-Slot
2. Es wird zum Marktstart drei Monate exklusiv bei Vodafone verkauft
3. Proprietärer Anschluss: Man braucht also für HDMI und für USB jeweils einen Adapter

Alles in allem hat Samsung aber ein ordentliches Tablet zusammengebaut, dass mit Sicherheit viele Fans finden wird. Würde mein Herz nicht schon einem anderen Android Tab gehören, wäre das Galaxy Tab ganz klar mein Favorit.

Da, wie bereits erwähnt, die Umgebungsbedingungen für Hands-On-Videos nicht ganz optimal waren, habe ich euch einfach das Hands-On Video von AndroidPIT rausgesucht. Annika Karstadt von Samsung (war übrigens auch beim Round Table) stellt das Tablet vor und stellt sich auch drauf (leider hat sie sich im Video in Sachen MicroSD vertan):

2x Klicken zum Abspielen. Datenschutz und so.

Auch zum Galaxy Tab 10.1v hat Kollege Frank ein Review am Start.

Fazit zum Round Table:

In meinen Augen hat Samsung alles richtig gemacht bei diesem Event. Die Zusammensetzung aus Bloggern und Entwicklern fand ich mehr als spannend. So viele Hintergrund-Infos zu Android, wie ich an diesem Abend aufgesogen habe, kann man in der gleichen Zeit nicht im Netz zusammenlesen 😉

Samsung Mobiles

Was mich besonders beeindruckt hat: Samsung hat uns einen ziemlichen Vertrauensvorschuss entgegen gebracht. Es gab die ein oder andere Info, bei der dann dazu gesagt wurde, dass wir das noch nicht kommunizieren dürfen und das komplett ohne NDA (Verschwiegenheitserklärung). Das Samsung-Team war wirklich nett. Die Leute haben sich meiner Meinung nach nicht verbogen, um für uns Blogger irgendwie cool oder hipp zu wirken. Die Marketing-Leute redeten halt wie Marketing-Leute und haben entsprechend mit Buzzwords um sich gehauen. Ist aber auch völlig ok so, ist ja schließlich deren Job 😉 In den Einzelgesprächen ging es dann aber deutlich lockerer zu.

Ansonsten fand ich es halt wirklich super, das Samsung mit dem Event eben auch beim Vernetzen geholfen hat. Ich habe einige interessante Leute kennengelernt.

Danke Samsung, Danke Timo, Danke Peter.

Fotos:  ICE: CC by Federhirn | Tab 10.1v & Tab: m4gic

19 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Jack sagt:

    Klasse Beitrag – Danke dafür Gilly 🙂
    Zum Tablet: Sry, ohne SD-Karten Anschluss könnte ich noch leben aber proprietärer Anschluss für HDMI UND USB?! Das geht mal gar nicht in meinen Augen…
    Was ich auch nicht kapiere, warum das Display nicht entspiegelt wird bei nem Gerät das zu einem großen Teil auch unterwegs eingesetzt wird. Oder ist es das? Sieht in den Videos mal nicht so aus.

    Gruß
    Jack

  2. Andrea sagt:

    Hm.
    Also was die Zukunft des Bada-OS betrifft, sehe ich das mit einer gewissen Skepsis. (Wie Du weisst, habe ich ja ein Samsung Wave S8500.) Was nützt mir das tollste Betriebssystem, wenn ich punkto Apps die ganze Zeit in die Röhre schaue bzw. den iPhone und Android-Usern neidisch über die Schulter..?

  3. […] Im Februar 2011 wurde ich zum ersten Mal von Samsung zu einem Event eingeladen. Seitdem war ich regelmäßig bei Veranstaltungen und hatte mit verschiedenen Mitarbeitern von Samsung direkt und deren PR-Agenturen zu tun. Ich wurde immer sehr zuvorkommend behandelt. Man stand mir bei Fragen offen, kompetent und ehrlich zur Verfügung. In der Regel standen auch immer Geräte zur Verfügung, die man in Ruhe testen, fotografieren und filmen konnte. Hands on Time mit Samsung-Produkt […]

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