Mallorca Travel

Ausflugs-Tipp: Monestir de Miramar #Mallorca

Auf dem Weg von Valldemossa nach Deià fanden wir eine Einfahrt mit dem dezenten Schild „Monestir de Miramar“ (Kloster von Sieh-das-Meer). Immer auf der Suche nach schönen Motiven für #DailyMeer parkten wir Pepe am Strassenrand. Das nächste Schild versprach uns das „älteste noch existierende Gebäude Mallorcas 1276 Robert Llull“ und so gingen wir die steile Einfahrt runter.

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Brombeersträucher und ein verfallender Ziegenstall begrüßten uns. Hinter der nächsten Kurve fand sich ein von alten Olivenbäumen gesäumter Weg, der in einem großzügigen Parkplatz mündete.

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Dahinter ein paar alte Gebäude, mehr Olivenbäume und aus jedem Winkel immer wieder ein wunderbarer Blick aufs Meer.

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Am ersten Gebäude hingen von der Sonne ausgeblichene mehrsprachige Reiseführerausdrucke und wiesen auf das Klostermuseum hin:

Das Kloster wurde im Mittelalter und in der Renaissance von unterschiedlichen Orden geführt. 1872 verliebte sich der Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich in diesen Ort, kaufte ihn und lud eine Vielzahl von Künstlern, Intelektuellen, Mitgliedern von Königshäusern – darunter die beliebte Sissi, Kaiserin von Österreich- ein, ihn zu besichtigen. Letztere war derart beeindruckt, dass Sie ihrer Yacht den Namen „Miramar“ gab. Hier werden auch interessante Erinnerungen an diese Persönlichkeiten aufbewahrt, aber es ist vor allem die Landschaft mit ihrem Zauber, welche den Besucher zutiefst beeindruckt.“

Was man sich als unwissender Spontan-Anhalter selbst recherchieren muss: das ehemalige Kloster Miramar wurde 1276 auf Bitten von Ramon Llull als Missionsschule Miramar vom König von Mallorca Jaume II gegründet. Hier sollten also junge Mönche die arabischen Sprachen lernen, um dann ihre Missionierungsreisen in den Orient starten zu können.

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Der bedeutende  Philosoph, Arzt, Theologe und Prinzenerzieher Ramon Llull verbrachte etwa vier Jahre seines Lebens in Miramar. Als großer Verehrer Llulls, seiner Person, seiner wissenschaftlichen Abhandlungen sowie der von ihm begründeten katalanischen Literatur erwarb dann der Erzherzog das Kloster und die umliegenden Ländereien, erhielt sie für die Nachwelt und trug alles was er finden konnte von und über Llull zusammen. All seine Besitztümer vermachte der kinderlose Erzherzog später den Kindern seines mallorquinischen Privatsekretärs, deren Erben noch heute das Kloster Instand halten und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Keine fünf Schritte weiter fand sich ein Schild mit dem Eintrittspreis von 4€ pro Person. Daneben praktischer Weise auch gleich die Kasse. Der Obulus war schnell bezahlt und wir erhielten eine Karte, welche sich als viersprachige Museumsführung herausstellte. Der passende Weg zur Beschreibung wurde durch kleine gelbe Pfeile ausgewiesen. Zuerst die alte Ölpresse mit allerlei Bildern an den Wänden, die einem deren Funktion erklärte. Daneben der alte Kartenraum des Erzherzogs samt unzähliger gerahmter Karten an jeder Wand. Zugegeben, dieser „Kartenraum“ sieht etwas gerockt und lieblos aus, aber danach gibt es wirklich viel Sehenswertes.

Weiter ging es in den Garten mit Kreuzgang, in das Klostergebäude (der Raum mit der Marmor-Statue war eine extreme Überraschung!) und hinab zu den alten Olivengärten mit Aussichtpunkt. danach ging es wieder zurück zum Parkplatz über einen Zypressengarten und der seitlich gelegenen Kapelle.

Klingt trocken, aber war es in keinster Weise. Für den geringen Preis waren wir fast eine Stunde unterwegs und jeder Schritt zeigte ein neues atemberaubendes Fotomotiv!

Und hier findet ihr das Kloster:

7 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Sabienes sagt:

    Wir sind Anfang des Monats auf Mallorca beim Radeln gewesen und jetzt ärgere ich mich, dass wir nach Valldemossa gefahren sind und nicht zum Miramar (keine Sorge, an diesem Tag haben wir ein Auto gehabt).
    Beim nächsten Mal!
    LG
    Sabienes

  2. Egon sagt:

    @Gilly
    Wir sind im August auf der Insel.
    Wo ist das Museum genau? Auf der Karte ist es nicht auffindbar.
    Könntest Du bitte eine URL zukommen lassen.

    Danke

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