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E-Book-Reader Amazon Kindle 3 im Video-Testbericht

Eins vorweg, wer sich von dem Argument „Ich brauche ein richtiges Buch in der Hand“ nicht befreien kann, der braucht gar nicht weiterlesen. Denn der Amazon Kindle ist nun mal kein Buch sondern ein E-Book-Reader.

Amazon Kindle 3
Amazon Kindle 3

Ich habe den Amazon Kindle seit knapp einer Woche und bin wirklich hellauf begeistert. Das gute Stück kostet derzeit $139 mit Wi-Fi (WLAN) und $189 mit 3G (also Mobilfunk) bei Amazon.com. Dazu kommen $30,40 Porto. Übrigens gibt es nur die 3G Variante auch in weiß. Die Wi-Fi Variante gibt es ausschließlich in der Farbe Graphit.

Ich bin im Besitz der Wi-Fi Variante. Inkl. Porto kostet das gute Stück umgerechnet knapp 142 €.

Update: Jetzt auch bei Amazon.de verfügbar:  Kindle Wireless Reader, Wi-Fi (139,00 €) -- Kindle 3G Wireless Reader, gratis 3G/UMTS + Wi-Fi, globales 3G (189,00 €).

Der Kindle 3 hat einen 6″ großes E-Ink-Display. Die Abmessungen betragen (HxBxT) 191 mm x 122 mm x 8,5 mm. Im Vergleich zum Kindle 2 ist das Gehäuse also ein kleines Stückchen geschrumpft. Der E-Book-Reader wiegt 240 Gramm.

Hier nun mein Video-Testbericht zum Amazon Kindle 3:

E-Book-Reader Amazon Kindle 3 Testbericht

2x Klicken zum Abspielen. Datenschutz und so.

Der Text ist dank des E-Ink-Displays übrigens in jedem Blickwinkel gut zu lesen. Ein weiterer Vorteil des elektronischen Papiers ist natürlich, dass es nur dann Strom benötigt, wenn die Anzeige, beispielsweise bei einem Seitenwechsel, verändert wird. Die Auflösung beträgt 800x600 Pixel bei 160dpi und ist damit deutlich schärfer als bei einem LCD -Display.

Im Video habe ich die Frage ‚Wie bekommt man Bücher auf den Kindle‚ nicht geklärt. Daher will ich das hier nachholen. Man schließt den Amazon Kindle per Micro-USB-Kabel (ist im Lieferumfang enthalten) an den PC oder Mac an. Der Kindle wird dann wie ein USB-Stick erkannt und kann entsprechend befüllt werden.

Amazon Kindle 3 TestberichtFolgende Dateiformate kann der Amazon Kindle 3 verarbeiten:

  • Kindle (.azw)
  • Adobe PDF (.pdf)
  • Text (.txt)
  • HTML (.html)
  • Microsoft Word (.doc)
  • Mobipocket (.mobi, .prc)
  • MP3 (.mp3)
  • Audible Audio (.aa)

Der Akku hat 1750 mAh und hält, laut Amazon, rund einen Monat bei ausgeschaltetem Wi-Fi. Geladen wird der Kindle übrigens über das mitgelieferte USB-Kabel. Am 3,5 mm Klinke-Anschluss auf der Unterseite kann jeder beliebige Kopfhörer angeschlossen werden. Von den 4 GB internem Speicher können ungefähr 3,2 GB verwendet werden. Mehr als genug Platz für tausende Bücher und einige MP3s.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte über die Bedienung verlieren. Das Gerät ist wirklich absolut Idiotensicher. Egal was man anstellt, man drückt auf Home und ist wieder bei der Übersicht der Bücher. Es gibt keine verschachtelten Menüs und keine Funktionen, die Mutti oder Opi verwirren oder den Kindle komplett lahm legen  könnten. Somit ist das Gerät, meiner Meinung nach, auch für ältere Semester gut geeignet. Neben der einfachen Handhabung und dem geringen Gewicht gibt es noch eine weiteres Argument, dass für dieses Gerät spricht: Die Möglichkeit, die Schriftgröße anzupassen.

Ich kann mich noch gut an meine Ur-Oma erinnern. Die Frau hat Bücher verschlungen, wie unsereins RSS-Feeds. Allerdings konnte die Gute in, den letzten Jahren ihres Lebens, so gut wie nichts mehr sehen. Mit einer Lupe hat sie mit gekrümmtem Rücken über ihren Büchern gehangen und konnte so natürlich nicht lange lesen.

Sobald es ein gescheites Angebot an deutschen Büchern im Amazon Kindle Store gibt, werde ich meiner Mama auch einen Kindle kaufen. Sie liest gerne. Mit mitlerweilere 70 Jahren auf der Uhr, werden ihre Augen aber auch nicht besser. Meine Mutter ist ein absoluter Hardcore-Technik-Noob. Mit dem Kindle wird sie aber ganz bestimmt zurecht kommen!

Update: Es gibt jetzt auch ein „ordentliches“ deutsches ebook Angebot für den Kindle bei Amazon.

Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man sich keine Software wie iTunes auf dem PC installieren muss.

Zum Vergleich, hier noch drei Bilder vom Amazon Kindle 3 mit Stephen Kings Buch „The Stand“. Das Buch sieht übrigens so zerfetzt aus, weil es schon mehrere Male gelesen wurde und auch schon in mehreren Ländern war 🙂

 

Amazon Kindle 3 vs. Buch 1 Amazon Kindle 3 vs. Buch 2 Amazon Kindle 3 vs. Buch 3 

Habt ihr noch Fragen zum Kindle? Immer her damit!

-Alle Amazon Links sind Partner-Links.

54 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Philipp sagt:

    Tolles Video-Review. Das war eigentlich das erste Mal, dass ich das Gerät in Aktion gesehen habe.
    Ein Feature, was ich noch erwähnenswert finde ist das integrierte Oxford (?) Dictionary, womit man in (englischen) Büchern unbekannte Wörter nachgucken kann. Natürlich geht ist das Ganze nur englisch-englisch, aber dennoch häufig sehr hilfreich.

  2. Tom sagt:

    Hi,
    Danke für Dein Klasse Video. Für mich zwar die klare Entscheidung gegen einen Kindle, aber damit auch eine Fehlinvestition weniger 😉

    Danke und Gruß
    Tom

  3. Nici sagt:

    Also ich finde das Gerät klasse und würde mir am liebsten auch einen zulegen. Ich war ja ganz erstaunt, dass der Akku so lange hält, allerdings wurde ich auch gerade erst von meinem Mann aufgeklärt, wie die „elektronische-Tinte“ funktioniert. Ich dachte ja immer, dass das Display beleuchtet ist…^_~

    Toller Bericht übrigens! *daumenhoch*

  4. Martin sagt:

    Weißt du, ob man mit der 3G-Version in Deutschland kostenlos surfen kann oder wenigstens Wikipedia unterwegs aufrufen?

      1. Philipp sagt:

        Ich bin mir nur nicht so sicher, ob das nur für das Whispernet, also das Abrufen von Büchern und Zeitungen, gilt oder auch wirklich für das normale Surfen. Ich meine mal irgendwann gehört zu haben, dass das Surfen dann kosten würde. Kann aber auch gut sein, dass das entweder schon länger her ist, oder ich das einfach nur falsch in Erinnerung habe

      2. Holge sagt:

        laut Amazon für Deutschland: „Access Wikipedia via Whispernet on the experimental web browser. Access other websites like Google via a Wi-Fi connection. Blogs can also be downloaded via a Wi-Fi connection.“ Was bedeutet Bücher kaufen und Wikipedia funktionieren über (AT&T-) 3G. Von der Möglichkeit gegen Geld normal zu surfen habe ich noch nirgends etwas gefunden.

  5. Tom sagt:

    Bei mich ist ein Kindle immer ein großer und den wird es dank der eInk wohl nicht verlieren. Für mich geht es bei dem Gerät jedoch vorwiegend um ein bequemes Handling und angenehmen Lesefluss. Da ist das 6″ Gerät im Querformat wohl zum Lesen angenehm, erfordert jedoch ein ständiges Scrollen (bei PDF) was die Sache wieder unangenehm macht.

    Für mich wäre wohl ein Kindle in der Größe des iPad (schöner Vergleich im Video) mit der Dicke und Gewicht vom Kindle ideal.

  6. Sehr informativ, danke!
    Ich habe auch schon mit einem Kindle 3 geliebäugelt.
    Ich kann mich noch an die ersten Berichte über e-Ink erinnern, ich finde das ist eine geniale Erfindung. Wenn e-Ink-Displays erstmal bunt und schnell genug für Videowiedergabe werden, dann haben wir das alle irgendwann in der Hand (=“auf dem Handy“). Da freu ich mich schon drauf.
    Das einzige, was bei deinem Bericht eigentlich fehlt, ist ein Foto von dem Kindle neben seinem alten Geschwisterchen, dem Taschenbuch. Im Video war das ja nur 2 Sekunden lang zu sehen 😉

  7. Nici sagt:

    Ich bin im Besitz der Wi-Fi Variante. Inkl. Porto kostet das gute Stück umgerechnet knapp 190 €

    Warum dies? Also ich komme auf knapp 115 Euro laut Google Umrechner.

  8. KyleK sagt:

    Amazon berechnet den Zoll (bzw. die Ausfuhrumsatzsteuer) bei der Bestellung gleich mit, somit kommt man auf ~$190 für den Wif-Kindle, was je nach Euro-Stand irgendwo um die 140€ macht 🙂

    Gilly, ich hoffe du warst schlauer als ich und hast gleich eine Schutzhülle mitbestellt?
    Ich weiss nich wie ich meinen transportieren soll 🙁
    Beim Sony Reader war ja ne schicke Neopren-Hülle dabei, aber die ist für den Kindle zu klein.

    1. Gilly sagt:

      Ja hm, Schutzhülle. Schwieriges Thema. Bei der Bestellung dachte ich noch so: „Quatsch, brauchste nicht“. Momentan kommt das Teil immer in einen Jutebeutel. Es gibt btw aber auch bei Amazon Deutschland passende Schutzhüllen: http://amzn.to/axdJcj

  9. […] nicht gerne Marktführer? Doch genug der vielen Worte. Gilly hat auf seinem Blog einmal den Amazon Kindle 3 in Text und Videoform getestet. Wer sich also für einen eBook-Reader interessiert, der kann ja einmal bei ihm vorbei schauen, […]

  10. Olli sagt:

    Hi,

    was mich bis jetzt immer von nem E-Book-Reader abgehalten hat, ist die Tatsache, das ichnicht weiß, was er mit PDF-Dateien macht, die z.b. mehrere Spalten haben, wie zum Beispiel viele wissenschaftliche Artikel.

    Kann man den Artikel hier z.B.:http://arxiv.org/pdf/1010.1122 vernünftig auf dem Kindle lesen? Muss man dann immer nach rechts und links scrollen, bzw zoomen.

    Wäre super nett, wenn du mir da weiterhelfen könntest, da ich niemanden kenne, der Einen E-Book-Reader besitzt.
    Danke

    Olli

  11. Nils sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Review!
    Finde das Gerät auch unheimlich interessant und würde gerne mal ein Testgerät in die Finger bekommen, aber das sieht in Deutschland wohl eher schlecht aus.
    Mich würde vor allem auch der Einsatz an der Uni interessieren. Der Kindle könnte doch bestimmt ganz nützlich zum Skript Lesen in den Vorlesungen sein 🙂

  12. Max sagt:

    Vielen Dank für deinen Ausführlichen Video-Review.

    Mich würde interessieren, ob du das 3G-Feature vermisst, oder ob die WiFi-Variante vollkommen ausreicht? Müsste ich in der 3G-Variante eine eigene SIM-Karte besitzen?

    1. Gilly sagt:

      Eine SIM-Karte ist nicht nötig. 3G vermisse ich nicht, da ich damit eigentlich wirklich nur lese. Zum Surfen habe ich ein Smartphone bei mir 🙂

  13. Patrick sagt:

    Schicke Review.
    Bin schwer am überlegen mir die WiFi-Version zu bestellen.
    Hast du schonmal probiert eigene pdf oder epub (was ja deutscher eBook-Standard ist) auf deinen Kindle zu laden?
    Wenn ja, taugt der Amazon-Konvertierer oder nutzt du ein eigenes Programm zum Umwandeln?

      1. Patrick sagt:

        Danke für die schnelle Antwort.
        Wenn ich deine Review aber richtig interpretiere, kann ich bei pdf-Dateien keine Veränderung an Schriftgröße/abstand etc vornehmen.
        Calibre scheint ja ein must-have für den Kindle zu sein. Das macht die tragbare Bücherei noch attraktiver.

    1. Patrick sagt:

      Dann sind ja alle meine Sorgen ausgeräumt 😉
      Danke Dir für die Infos und noch viel Spaß mit dem Kindle.
      Ich zieh mich jetzt zur Entscheidungsfindung zurück

  14. Patrick sagt:

    Kleines Update:
    Morgen sollte mein Kindle 3 in der Post sein. Calibre ist auch schon installiert und die ersten eBooks warten nur darauf hochgeladen zu werden.
    Danke für Review und die Antworten, die waren kaufentscheidend 😉

  15. Patrick sagt:

    Heute ist mein Kindle gekommen und ich bin immernoch sprachlos. Die Haptik und erst recht die Optik (gestochen scharfe Schrift) sind besser als es in allen Videos rüber kommt.
    Calibre war heute auch schon fleißig und hat meine Bib hochgeladen.
    Einzig das Abspielen von MP3s macht Probleme: Gelegentlich stottert die Wiedergabe. Passiert das bei Dir auch?

      1. Patrick sagt:

        Die Bitrate liegt bei 189. Ich probier einfach mal verschiedene Bitraten und suche die Schallmauer. Wär ja aber auch nicht die Welt. Mit Büchern versteht sich der Kleine bestens 😉

  16. Moritz sagt:

    Ich hatte vor einigen Monaten einen eBook-Reader in der Hand und war hellauf begeistert. Nur das schlechte Angebot an deutschsprachigen Büchern hat mich bis dato vom Kauf des Kindle abgehalten. Das Problem ist jetzt passé – vor allem die große Auswahl an kostenlosen Klassikern finde ich berauschend – und der Kindle wird bestellt 🙂

  17. Timbo sagt:

    Hi, tolles Video!

    Ich überlege mir das Teil für den Unialtag anzuschaffen um pdf Skripte und Fachbücher zu lesen. Hat jemand damit Erfahrung gemacht? Stellt der Kindle Grafiken und Texte zu den Grafiken ordenltich da?

    Danke!

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